Designstudie Ener-G-Force zur LA Auto Show 2012: Die G-Klasse fährt auch nur mit Wasser

On 6. Dezember 2012 by Thomas Less

Als Skizze für den Los Angeles Design Challenge eingereicht (Thema: Wie sieht das Polizeiauto der Zukunft aus?), machten die Designer aus dem kalifornischen Carlsbad von Mercedes USA sofort Furore. So sehr, dass die Schwaben ihre G-Klasse, die auch heute nur wenig verändert kantig daher kommt, nach 30 Jahren komplett neu interpretieren. Sie präsentieren auf der Los Angeles Autoshow ein 1:1 Modell der Mercedes Ener-G-Force: Man muss ihn nicht schön finden, diesen SUV, aber die Fülle an innovativen Details und der Mut, einen „Hydro-Tech Converter“ als Antrieb vorzusehen, der erst noch erfunden werden muss, zeigt den ungebrochenen Glauben der Untertürkheimer an sich selbst.

Der Mercedes-Benz Ener-G-Force

Der Mercedes-Benz Ener-G-Force

Der Ener-G-Force steht auf 20-Zoll-Rädern, die mit jedem Gelände fertig werden. Angetrieben wird die „rollende Festung“, wie das der Redakteur von n-tv nannte, durch vier Radnabenmotoren, die individuell durch eine Hochleistungselektronik gesteuert werden und so jedes Rad einzeln dem jeweiligen Untergrund anpasst. Dafür beobachtet ein “Terra-Scan” genannter 360-Grad-Scanner auf dem Dach ständig die Umgebung und reguliert danach Federung und Dämpfung für die beste Traktion. Die außergewöhnliche Geländegängigkeit ist ein Aspekt.

Ein anderer ist die Umweltfreundlichkeit: Auf dem Dach hat der Ener-G-Force Tanks mit recyceltem Wasser für den “Hydro-Tech Converter”. Der wandelt Wasser in Wasserstoff um für die Brennstoffzellen. Die so gewonnene elektrische Energie wird in den durchaus als markant zu bezeichnenden Seitenschwellern gespeichert. Nützlicher Spaß am Rande: Die Schweller zeigen in farblichem Wechselspiel den Betriebs- und Ladezustand der Energieeinheiten an. Mit einer Tankfüllung soll der Ener-G-Force rund 800 Kilometer weit kommen, erläutert Mercedes.

Noch ein sinnvolles Detail aus der Fülle der Innovationen: Seitlich am Heck hat der G-Nachfolger eine Schublade, deren Abdeckung den bekannten Stil des G-Klasse-Reserveradhalters interpretiert. Statt Warndreieck, Wagenheber oder orangefarbene Warnjacke im Kofferraum suchen zu müssen, steht das Zubehör in einer ausziehbaren Toolbox sofort bereit. Und noch ein Beispiel: Der Dachgepäckträger sowie weitere Zusatzstrahler sind direkt ins Dach integriert. Wir schwurbelt Designchef Gorden Wagener gewohnt pathetisch: “Der Ener-G-Force ist die Vision eins Offroaders, der das Abenteuer der Zukunft spiegelt. Funktionell und cool könnte er aber auch ein Hinweis auf einen Neuanfang für die Offroad-Gene von Mercedes-Benz sein.” Wageners Lieblingsauto ist – übrigens der 300 SL Flügeltürer, die er als “die Sportwagen-Ikone des letzten Jahrhunderts” sieht.

Die Los Angeles Auto Show
 2012 findet vom 28. – 29. November – Design Challenge und Presse und vom 30. November bis 9. Dezember für die Öffentlichkeit statt. Die LA Auto Show auf Twitter twitter.com/LAAutoShow und Facebook facebook.com/LosAngelesAutoShow

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