Der Marsrover Curiosity

On 7. November 2012 by Thomas Less

Die Autos von Rover stehen für Zuverlässigkeit und Geländegängigkeit – gut, dass auch der vor rund drei Monaten gelandete Marsrover Curiosity diese Eigenschaften erfüllt. stilmobile.de hat sich zum Ziel gesetzt, innovative Fahrzeuge, die ihrer Zeit voraus sind, vorzustellen – also ist es nachgerade unsere Pflicht den Marsrover ins Visier zu nehmen. Leicht war das nicht, aber mit Hilfe der Nasa und allerhand Technik ist dieses Bild aus 55 Einzelbilder zusammengesetzt und jetzt veröffentlicht worden:

Der Marsrover

Vorsichtig tastet sich der Marsrover Curiosity durch die Einsamkeit unseres Nachbarplaneten. Gegenverkehr oder Staus muss er nicht fürchten. (Foto: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)

Das Foto ist im “Rocknest”, einer Formation im Gale-Krater, entstanden. Hier hatte Curiosity vor kurzem mit der Analyse von Bodenproben begonnen. Den furiosen Hintergrund bildet der in der Mitte des Kraters gelegene Berg Aeolis Mons. Inoffiziell wird er als Mount Sharp bezeichnet, zur Ehre des amerikanischen Geologen Robert P. Sharp.

Das Porträt, besser das Selbstportrait wurde aus 55 Thumbnails zusammengesetzt. Denn geknipst hat die Bildchen der Rover selbst mit dem „Mars Hand Lens Imager” (MAHLI), einem an seinem Roboterarm befestigten Bildsystem. Die 17 Kameras, über die Curiosity verfügt, können jeweils nur bestimmte Bereiche des Rovers fotografieren, beispielsweise die Räder auf der linken oder die auf der rechten Seite. Das ist für die NASA-Ingenieure wichtig um den Zustand ihres Rovers einzuschätzen, zum Beispiel wie es um den Abnutzungsgrad der Räder steht. Wir vermuten gut, denn bislang ist Curiosity gerade einmal 484 Meter gefahren, aber auf dieser Strecke hat er bereits rund 22.000 Bilder aufgenommen. Nebenbei: Die hat er nach Pasadena/Kalifornien ans Roverkontrollzentrum des JPL, des Jet Propulsion Laboratorium geschickt und auf deren Website kann man sich die Bilder ansehen http://mars.jpl.nasa.gov/msl/multimedia/raw/

Aber jetzt zur Sache: Der Rover ist drei Meter lang, 2,8 Meter breit und gut 2,1 Meter hoch. Damit ist er doppelt so lang und fünfmal so schwer wie seine Vorgänger Opportunity und Spirit. Er bringt 900 Kilogramm auf die Waage und ist alles andere als windschnittig – muss er aber auch nicht, die Marsatmosphäre ist dünn.
Steuersignale von der Erde würden gut 14 Minuten benötigen, und diese Reaktionszeit ist selbst auf dem bislang verkehrsarmen Mars deutlich zu lang. Also steuert sich Curiosity autonom – entsprechend vorsichtig bewegt sich der Rover durch den Krater. Geplant sind bis zu 200 Meter pro Tag. Wie bei vielen vorangegangenen Missionen setzt die Nasa wieder VxWorks, das Betriebssystem von Wind River. Auf ihrer Website schreibt die Firma: „Because of its long record of success with Wind River® on more than 20 JPL missions, NASA chose VxWorks® for the most technologically advanced autonomous robotic spacecraft and geologist set ever to be deployed by any space venture. Wind River VxWorks powered the craft’s controls from the second the rocket left Earth on November 26, 2011, to its successful landing in the Gale Crater on Mars on August 5, 2012, and will support Curiosity’s exploratory capability throughout the life of the mission.“ http://www.windriver.com
Was unsere Leser von stilmobile.de gewiss mehr interessieren dürfte ist das Fahraggregat: Curiosity verfügt über sechs Räder, die jeweils einen Durchmesser von einem halben Meter haben. Kurios, denn begonnen hatte Rover 1884 mit einem Dreirad, ebenfalls wie der heutige Sechsrädrige Rover eine unbestrittene Innovation. Der Rest ist Geschichte.

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