Der Bentley Continental GT Speed – schafft 330 km/h und sieht dabei richtig gut aus

On 27. August 2012 by Detlef Rochow

50 Mal müssen wir noch Schlafen, aber dann können wir uns den neuen Bentley Continental GT Speed kaufen oder wenigsten ansehen. Seine Weltpremiere feiert er diese Woche (27. – 30. August) auf der Motorshow in Moskau. Ob der Ort die rasant gestiegene Kaufkraft russischer Millionäre und Milliardäre spiegelt, sei dahin gestellt: Gut 200.000 Euro (geschätzt) muss berappen, wer mit 330 Stundenkilometern die engen Kurven unserer Autobahnen spüren will – beispielsweise nachts auf dem Weg von Lübeck die A1 lang Richtung Stralsund. Cruisen könne man mit 270 Sachen: das wären dann rund 40 Minuten A1, oder, falls einen doch die Raserei überkommt, gut 33 Minuten für die knapp 190 Kilometer. Dann sollte man aber die restlichen 27 Kilometer das Fahrzeug ausrollen lassen, damit der Puls wieder normale Werte annimmt. Das tut auch den Bremsen gut, denn die Standardversion – praktisch im Kaufpreis inbegriffen – sei zwar ok, aber dem „Sportfahrer sei die rund 15.000 Euro teure Karbon Keramikbremse mit Achtkolben-Bremssättel und 420 respektive 356 Millimeter durchmessende Scheiben von und hinten ans Herz gelegt.“ Schreibt die Redaktion von www.sport-auto.de. Egal, das rasante Coupé ist der schnellste Bentley, den es je gab – und im Oktober kommt er auf den Markt.

Der Bentley Continental GT Speed

Der Bentley Continental GT Speed

Ein paar Daten: Der GT Speed-Motor ist ein überarbeiteter Zwölfzylinder mit 6,0 Litern Hubraum und einer auf 460 kW/625 PS gesteigerten Leistung. Laut Hersteller benötigt der Wagen 4,2 Sekunden um auf Tempo 100 zu kommen; weil er etwas schwerer ist als der Continental Supersports, ist er 0,3 Sekunden langsamer. Der „Normverbrauch“ geht um rund zehn Prozent auf 14,5 Liter zurück (CO2-Ausstoß: 338 g/km).

Bentley Motors Ltd. – eine Tochter von Volkswagen – baut seit 2003 ein zweitüriges Coupé, den Bentley Continental GT. Der 6,0-Litermotor ist uns als W12-Zylinder-Motor (allerdings plus Turbolader), vom VW Phaeton wohl vertraut. Allradantrieb und die Luftfederung sind ebenfalls vom Phaeton. Das Automobil wird nahezu komplett in Handarbeit in Crewe/UK gefertigt und ist bereits für rund 180.000 Euro zu haben – und daher rührt auch die Kostenschätzung für den GT Speed.

Bentley Continental GT Speed Innenraum

Bentley Continental GT Speed Innenraum

2007 wurde die Coupé-Baureihe um die leistungsgesteigerte Variante Continental GT Speed erweitert. Der Zusatz Speed ist eine Reminiszenz an die legendären Speed-Modelle der Gründerjahre:  Die Motoren legen an Leistung zu bei sinkendem Spritverbrauch, die Fronansicht wurde etwas modifiziert, das Fahrwerk ein wenig geändert. Auffällig: das 3-Speichen-Sportlenkrad. Zwei Jahre später kommt der Bentley Continental Supersports mit vergrößerten Lufteinlässen hinzu – mit nochmals mehr Leistung: 630 PS. 3,9 Sekunden auf 100 Km/h. Die Höchstgeschwindigkeit bleibt aber unter 300.

Und jetzt folgt der Continental GT Speed – und schafft die 330 Kilometer in der Stunde. Das sind 5,5 Kilometer in der Minute. Und er sieht gut aus, noch besser als seine Vorgänger – und wir sind davon überzeugt, dass seine ruhige Eleganz ihn zu einem echten Stilmobile machen wird.

Quellen: Bilder von Bentley Motors, www.bentleymedia.com

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